Informationen und Ziele

Der Stationär-ambulante Verbund zur Rehabilitation e.V. (SAV) wurde gegründet als Zusammenschluss von neurologischen Rehabilitationseinrichtungen, Ärzten und Neuropsychologen mit dem Ziel, die soziale und berufliche Rehabilitation von Menschen mit erworbenen Schädigungen des ZNS in stationär-ambulanter Vernetzung in einem flächendeckenden Modell zu fördern.
Das Angebot wandte sich in erster Linie an die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, da deren Auftrag ein ganzheitliches Konzept unterstützt, war aber auch für alle anderen interessierten Kostenträger offen.

Das Konzept sollte die Hürden der traditionell gestuften Rehabilitation überwinden, den RehabilitandInnen ein maßgeschneidertes und wirtschaftliches Konzept von der Akutbehandlung bis zur Wiedereingliederung in Alltag und Beruf anbieten und eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

In den letzten Jahren wurden zunehmend ambulant tätige NeuropsychologInnen, die in eigener Praxis tätig sind, in den SAV integriert. Dieser Schritt konnte erfolgen, da die Zulassung der ambulanten Neuropsychologie im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen die Zahl der neuropsychologisch tätigen Praxen entscheidend erhöht hat. Damit wurde erstmals eine breite therapeutische Versorgung im ambulanten Rahmen auch für die gesetzlich Krankenversicherten möglich.

Das Aufgabenspektrum des SAV erweiterte sich dadurch auch um die Koordination und Interessenvertretung aller im Rahmen der Versorgung tätigen Mitglieder.

Der SAV kümmert sich um PatientInnen aller Schweregrade. Schwerpunktmäßig ist das Angebot geeignet für Patienten, die

  • Auf Grund von Hirnleistungsstörungen oder affektiv emotionalen Störungen oder gestörter Krankheitseinsicht Behandlungsbedarf auf neuropsychologischem Gebiet haben, insbesondere auch dann, wenn Probleme in der sozialen bzw. beruflichen Wiedereingliederung hinzukommen
  • ihre in der Therapiesituation erreichten Fähigkeiten nicht adäquat im Alltag umsetzen.
  • bereits über entsprechende Fähigkeiten zur sozialen oder beruflichen Reintegration verfügen, aber von ihrer Umgebung nicht ausreichend oder nicht angemessen unterstützt werden.

Die Mitglieder des SAV (Ärzte und Neuropsychologen) arbeiten zur Erreichung dieser Ziele sehr eng mit den kooperierenden Kostenträgern zusammen. Sie

  • unterstützen durch fachliche Beratung, aktive Information und frühzeitige Planung die Arbeit der Case-Manager in der Gesetzlichen Unfallversicherung
  • beteiligen diese im Rahmen der Teamkonferenzen und unter Nutzung der modernen Kommunikationsmedien eng am Entscheidungsprozess
  • kooperieren intensiv untereinander, um die vorhandenen Möglichkeiten optimal zu nutzen
  • stellen frühzeitig den Kontakt zu kompetenten Therapeuten vor Ort her, die die Therapie ambulant
    fortführen und den beruflichen Wiedereingliederungsprozess begleiten können
  • sorgen durch Etablierung gemeinsamer Qualitätsstandards für ein optimales Ausschöpfen des vorhandenen Potentials.

Die beteiligten Kliniken können heimatnah große Teile Bayerns versorgen, verfügen über alle Stufen der neurologischen Rehabilitation und können über ihre Tageskliniken und in Kooperation mit niedergelassenen und ambulant tätigen  NeuropsychologInnen auch die Spätphasen der Rehabilitation vollständig anbieten.

Weitere Aufgaben des SAV sind Beratung, Information und Weiterbildung, Rahmenvereinbarungen mit Kostenträgern, Qualitätssicherung in der Rehabilitationskette sowie Konzeptentwicklung.

Der SAV ist interessiert an einer inhaltlichen Weiterentwicklung des Konzeptes und einer Ausweitung durch Beteiligung weiterer Partner. Er versteht sich in keiner Weise als Konkurrent von Berufsverbänden und Fachgesellschaften (z.B. der GNP) oder von Rehadiensten.